118. Nordwestschweizer Schwingfest Mümliswil, 16.08.2026
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Platz 4
Alpiger Nick triumphiert am Nordwestschweizerischen in Mümliswil
5’600 Zuschauer, hochstehender Schwingsport und ein souveräner Festsieger: Das Nordwestschweizerische Schwingfest in Mümliswil wurde zu einem Festtag für die ganze Region. Alpiger Nick setzte sich in einem stark besetzten Teilnehmerfeld mit sechs Siegen durch und bezwang im Schlussgang Voggensperger Lars nach 8:26 Minuten.
Mümliswil, die 2’500-Seelen-Gemeinde am Südfuss des Passwangs, stand am Wochenende ganz im Zeichen des Schwingsports. Mag die Gemeinde in gewissen Rankings auch auf den hinteren Rängen zu finden sein – an diesem Wochenende zeigte sich Mümliswil von seiner besten Seite. Mit grosser Gastfreundschaft und viel Herzblut bereitete das Organisationskomitee um OK-Präsidentin Sarah Kamber zusammen mit rund 800 Helferinnen und Helfern den Schwingern und Gästen einen würdigen Rahmen.
Das Motto «Zämecho im Goudetau» wurde dabei nicht nur auf Plakate geschrieben, sondern gelebt. 5’600 Zuschauerinnen und Zuschauer folgten dem Aufruf und sorgten rund um die Schwingplätze für eine prächtige Kulisse.
Starker Auftakt der Nordwestschweizer
Bereits im Anschwingen wurde deutlich, dass die Nordwestschweizer Eidgenossen gewillt waren, den Festsieg in den eigenen Reihen zu behalten. Mit Streich Sascha, Voggensperger Lars, Frank Marius, Strebel Joel, Lüscher Sinisha und Alpiger Nick konnten gleich sechs Eidgenossen des gastgebenden Teilverbandes ihren Auftakt gewinnen. Von den Gästen gelang dies einzig dem Berner Burger Etienne.
Im zweiten Gang traf Burger auf Frank. Die beiden Eidgenossen neutralisierten sich und mussten einen gestellten Gang auf ihr Notenblatt schreiben lassen. An der Spitze kristallisierte sich derweil ein starkes Quartett heraus: Alpiger, Lüscher, Strebel und Voggensperger blieben auch im zweiten und dritten Durchgang ohne Makel.
Damit war für einen spannenden Nachmittag gesorgt.
Die vier Führenden werden geprüft
Im vierten Gang warteten auf das Spitzenquartett namhafte Herausforderungen. Voggensperger Lars traf auf Burger Etienne und musste erstmals einen Gestellten hinnehmen. Noch härter erwischte es Lüscher Sinisha: Gegen den Innerschweizer Eidgenossen Bissig Lukas musste er sich geschlagen geben.
Strebel Joel gegen Frank Marius und Alpiger Nick gegen Lustenberger Marc lösten ihre Aufgaben hingegen erfolgreich. Damit setzten sich die beiden an der Spitze fest.
Alpiger liess auch danach keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Im fünften Gang bezwang er Döbeli Andreas und qualifizierte sich mit fünf Siegen souverän für den Schlussgang.
Um den zweiten Platz im finalen Duell kam es zum Direktvergleich zwischen Strebel Joel und Voggensperger Lars. Voggensperger behielt das bessere Ende für sich und verdiente sich damit das Duell um den Tagessieg gegen Alpiger.
Alpiger sucht trotz komfortabler Ausgangslage die Entscheidung
Im Schlussgang befand sich Alpiger in einer komfortablen Situation: Bereits ein gestellter Gang hätte ihm zum Festsieg gereicht. Auf ein taktisches Abwarten liess sich der Aargauer jedoch nicht ein. Immer wieder suchte er die Entscheidung.
Auch Voggensperger versteckte sich nicht. Er setzte auf seine stärksten Waffen, versuchte wiederholt mit dem Kurz Alpiger in Bedrängnis zu bringen. So entwickelte sich ein intensiver Schlussgang, in dem beide Schwinger ihre Chance suchten.
Nach 8 Minuten und 26 Sekunden fiel die Entscheidung. Alpiger sprengte Voggensperger mit einem Kurzzug zu Boden. Dort setzte er entschlossen nach und drehte seinen Gegner mit einem Aufreisser über den Kopf auf die gültige Seite.
Sechs Siege – vier davon gegen Eidgenossen
Mit seinem Triumph in Mümliswil feierte Alpiger bereits seinen fünften Kranzfestsieg der laufenden Saison. Nachdem er bereits dreimal auf dem zweiten Schlussrang am Nordwestschweizerischen Teilverbandsfest war, durfte er dieses Jahr erstmals den Platz an der Ranglistenspitze feiern. Gleichzeitig durfte er sich den 82. Kranz seiner Karriere aufsetzen lassen.
Die Art und Weise, wie er sich den Tagessieg erarbeitete, unterstreicht die Stärke seiner Leistung: Alpiger beendete das Fest mit sechs Siegen und bezwang dabei nicht weniger als vier Eidgenossen und war damit der verdiente Sieger eines hochklassigen Nordwestschweizerischen Schwingfestes.
Kränze gingen in den Aargau, fünf nach Solothurn und drei ins Baselbiet. Den einzigen Kranz, der die Nordwestschweiz verliess, sicherte sich der Innerschweizer Gast Bissig Lukas.
Herzliche Gratulation an den Festsieger Alpiger Nick und alle Kranzgewinner und vielen Dank an das OK für dieses wundervolle NordwestschweizerSchwingfest!
Fotos von Olivier Jenni
| Anzahl Schwinger | 136 | |
| Anzahl Zuschauer | 5600 | |
| Website | https://www.nws2026.ch/ |
